Binäre Optionen werden von den Einen als gefährliches Börsenspiel bezeichnet, Andere sehen mit den hochspekulativen Finanzinstrumenten die Möglichkeit in sehr kurzer Zeit grosse Summen zu verdienen. Der folgende Text gibt eine gute Einführung in die Thematik der Binären Optionen. Es wird erläutert was Binäre Optionen sind, wie sie funktionieren und welche Risiken sich Anleger bewusst sein müssen.

Binäre Optionen wurden lange von professionellen Anleger als exotische Derivative gehandelt. Seit 2008 ist es institutionellen Anlegern gestattet Binäre Optionen an der Börse zu handeln. Der grosse Aufschwung erlebten Binäre Optionen jedoch erst ab dem Jahr 2012, als es Brokern erlaubt wurde Binäre Optionen ausserbörslich anzubinden.

Funktionsweise von Binären Optionen

Bei Binären Optionen kann ein Händler auf zwei Ausgänge wetten. Der Händler kann darauf spekulieren, dass der Kurs eines Basiswerts, zum Beispiel die Aktie von Siemens, am Ende einer Zeitspanne über oder unter einem bestimmten Preis X schliesst. Liegt der Anleger mit seiner Prognose richtig, erhält er nebst der Optionsprämie ein Gewinn ausbezahlt. Verfällt die Option wertlos, verliert der Investor seinen Einsatz. Der Ablauf ist bei klassischen binären Optionen relativ simpel: Sie eröffnen mit einem Einsatz ein Call-Option, um auf steigende Kurse zu setzen, oder eine Put-Option wenn Sie fallende Kurse erwarten.

Die Bezeichnung binär bringt zum Ausdruck, dass es für diese Option nur zwei Ausgänge gibt: Entweder die Option notiert im Geld, der Händler liegt mit seiner Prognose richtig. Oder die Option notiert aus dem Geld und der Einsatz verloren. In seltenen Fällen notiert eine binäre Option am Geld, weil der Anfangskurs des Basiswertes exakt dem zum Ablauf festgestellten entspricht und es damit weder Gewinn noch Verlust gibt.

Eine Binäre Option ist wesentlich vom gewählten Basiswert abhängig. Ein Trader hat die Wahl zwischen Aktien, Indizes, Rohstoffen und Währungspaaren, je nachdem, wie umfangreich das Angebot des jeweiligen Brokers ist. Wählen ein Trader beispielsweise eine Binäre Option auf den DAX aus, bietet Ihm der Broker einen Gewinn zwischen 60 und 90 Prozent auf den Einsatz an, wenn der Kurs den gewünschten Kursverlauf nimmt. Ausschlaggebend ist der Anfangskurs, zu dem die Option eröffnet wird, und der Kurs am Ende der Optionslaufzeit. Deren Differenz wird auf bis zu fünf Stellen nach dem Komma ermittelt. Da die Laufzeiten sich zwischen wenigen Sekunden und mehreren Tagen bewegen, ergeben sich unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und Gewinnchancen.

Risiken von Binären Optionen

Der Vergleich von Anfangs- und Schlusskurs bringt den Aufschluss darüber, ob eine Option gewonnen oder verloren ist. Verfällt eine Option wertlos, ist der gesamte Einsatz verloren. Immerhin ist der Verlust auf 100 Prozent begrenzt. Ein Vorteil gegenüber andern Derivaten wie einem short Call oder einem Future Kontrakt, bei welchen die Verluste sehr schmerzhaft werden können.

Wichtig ist, dass sich Händler von Binären Optionen bewusst sind, dass die Höhe der Rendite bei Gewinn und bei Verlust von Binären Optionen nicht identisch sind. Dies führt dazu, dass ein Händler öfter mit Binären Optionen gewinnen muss, als er verlieren darf. Andernfalls bleibt der Profit aus.

Binäre Optionen – was Sie unbedingt beachten müssen.

Binäre Optionen vereinen hohe Gewinnchancen mit ebenso hohen Risiken. Binäre Optionen sind relativ einfach gestrickt und die Handelsplattformen der Broker sind intuitiv gestaltet. Mit dem Handel von Binären Optionen sollte erst nach entsprechender Vorbereitung gestartet werden. Sowohl die verschiedenen Optionen und Handelsarten als auch die Funktionalitäten der gewählten Plattformen sollten zunächst in Fleisch und Blut übergehen, bevor Sie echtes Geld einsetzen. Zum Training empfehlen sich die Demokonten und Informationsangebote.

Gewinner jubeln, Verlierer schweigen

Sie sollten sich bewusst sein, dass mehr Personen mit Binären Optionen Geld verlieren, als gewinnen. Dennoch hören Sie öfter von Gewinnern, denn wer Geld verloren hat, schweigt lieber.

Hohe Provisionen für Vermittler

Anbieter von Binären Optionen bezahlen oft hohe Provisionen für die Vermittlung von Neukunden. Dies führt dazu, dass auf Social Media Plattformen wie Facebook die hohen Gewinnmöglichkeiten angepriesen werden, während dem die Risiken aussenvor bleiben. Vorsicht ist auch bei Testberichten geboten. Diese sind aufgrund der vergüteten Provisionen oft nicht objektiv. Durch die gezahlten Provisionen haben die Verfasser der Testberichter oft ein Interesse daran, dass Sie bei einem Broker ein Konto eröffnen.

Ohne Finanzwissen keine Chance

Das Befassen mit Börsen, Märkten und Basiswerten gehört ebenso zur Vorbereitung wie der sichere Umgang mit Live Charts und statistischen Hilfsmitteln. Einfach aus dem Bauch und ohne Kenntnisse über den Basiswert und die Finanzmärkte Binäre Optionen zu kaufen ist naiv.

Verluste müssen verkraftbar sein

Wegen des spekulativen Charakters und des hohen Verlustpotenzials sollten nur finanzielle Mittel eingesetzt werden, die Sie wirklich erübrigen können. Unter Druck in dieses Geschäft einzusteigen, dürfte sich nicht als aussichtsreich erweisen.

Psychologie nicht Unterschätzen

Lassen Sie sich nicht von Emotionen leiten. Gefühle und Emotionen haben im Trading nichts verloren. Sie müssen ihre Entscheidungen rational fällen können. Gier ist auch bei Binären Optionen nicht angebracht. Wie bei anderen Investment auch, gehören Verluste bei Binären Optionen zum Alltag. Sie müssen den professionellen Umgang mit Verlusten und Gewinnen lernen.

Broker und Plattformen – enormen Unterschiede

Als Handelsort für binäre Optionen kommen für Privatpersonen nicht die Börsen in Frage, sondern spezielle Online-Plattformen, die von Finanzgesellschaften betrieben werden. Seit der Zulassung von Binären Optionen für den privaten Anleger hat sich die Anzahl der Broker-Plattformen sukzessive erhöht – allerdings sind die qualitativen Unterschiede teilweise erheblich. Einerseits finden sich deutsche Handelsanbieter oder Gesellschaften, die zumindest eine Tochtergesellschaft in Deutschland betreiben, andererseits werden viele Broker auf Zypern oder Malta betrieben. Es ist daher wichtig, dass Sie sich erst gut über einen Broker informieren, bevor Sie Geld bei ihm einzahlen.

Regulierung durch eine staatliche Finanzbehörde

Viele Broker von Binären Optionen haben Ihren Sitz auf Zypern und Malta. Grund dafür sind die niedrigen regulatorischen Anforderungen sowie eine attraktive Besteuerung. Ein Sitz ausserhalb von Deutschland oder der Schweiz muss nicht per se schlecht sein. Wichtig ist, dass der Broker arriviert und lizensiert ist, beispielsweise durch die zypriotische Finanzaufsichtsbehörde CySec (Cyprus Securities and Exchange Commission). Der Broker hat sich in diesem Fall einem Lizensierungsverfahren unterzogen und weisen eine entsprechende Lizenznummer aus. Die damit verbundene Prüfung umfasst nicht nur die Prozesse, sondern auch die Sicherheit der Kundenkonten: Die Guthaben müssen auf vom jeweiligen Unternehmen unabhängigen Treuhandkonten geführt werden, um die Kundengelder auch für den Fall einer Insolvenz des Brokers zu schützen.

Höhe der Renditen

Bewertungsmaßstab sind die Gewinnmargen, die für die klassischen Call- und Put-Optionen angeboten werden. In der Regel bewegen die angebotenen Renditen zwischen 60 und 90 Prozent des Einsatzes. Je höher die angebotene Rendite, desto attraktiver werden Binäre Optionen für den Anleger. Enige Broker bieten die Möglichkeit einer Absicherung für den Verlustfall: Gegen einen Anteil der Gewinnmarge können Sie eine teilweise Rückerstattung Ihres ansonsten verlorenen Einsatzes erreichen.

Anzahl zur Auswahl stehender Basiswerte

Je größer die Auswahl der Basiswerte, desto interessantere Trading-Chancen eröffnen sich. In Frage kommen neben Aktien und den großen Indizes auch Rohstoffe, wie beispielsweise Gold oder Öl, oder die wichtigen Währungspaare. Die Basiswerte werden bei Binären Optionen nicht direkt gehandelt. Der Ausgang der Binäre Optionen ist jedoch direkt von der Kursentwicklung des Basiswertes während der Laufzeit der Option abhängig.

Bonus und VIP-Programm

Das Bonusprogramm wird in viele Bewertungen mit einbezogen, sollte aber einfach als das gesehen werden, was es unter dem Strich ist: ein Marketing-Instrument. Die Broker bieten Ihnen bei bestimmten Gelegenheiten, zum Beispiel schon bei der Eröffnung eines Handelskontos, eine Bonifikation an, die abhängig von der Höhe Ihres eingezahlten Betrages ist.

Meistens ist ein Bonus an Bedingungen geknüpft. So muss der Bonusbetrag und teilweise auch der Einzahlungsbetrag mehrfach umgesetzt werden. Erst dann ist eine Auszahlung möglich. Anlegertreff empfiehlt Ihnen daher, lesen Sie bei Bonusangeboten unbedingt das Kleingedruckte und sind Sie sich den Bedingungen bewusst. Denn das eigene Trading-Verhalten vom Bonus abhängig zu machen, empfiehlt sich nicht. Auf einmal lassen Sie sich auf Trades ein, welche Sie ohne Druck nicht getätigt hätten.

Informations- und Support-Angebote

Für Einsteiger und Profis sollte ein Broker umfangreiches Informationsmaterial und einen individuellen Support anbieten. Auch in diesem Punkt unterscheiden sich die Plattformen von Binären Optionen. Einige veranstalten Webinare, stellen Videos bereit, betreuen neue Trader persönlich über einen Live-Chat oder telefonisch, andere begnügen sich mit schriftlichen Erläuterungen. Beachten sollten Sie in jedem Fall die sprachlichen Barrieren, denn nicht alle Broker unterstützen einen deutschsprachigen Support. Weitere wichtige Informations- und Hilfsmittel sind Börsennachrichten und Live-Charts zu den Basiswerten, die einerseits in Realtime und andererseits mit statistischen Instrumenten ausgestattet sein sollten. Fallen die Charts auf der Broker-Plattform zu klein und ungenau aus, empfiehlt sich die parallele Nutzung eines speziellen Anbieters.

Mindestsumme zur Eröffnung eines Handelskontos

Die verschiedenen Broker haben jeweils einen Mindestbetrag festgelegt, den Sie zur Eröffnung auf das Handelskonto einzahlen müssen. Die Summen bewegen sich zwischen 10 und 300 Euro und mehr, sodass schon an dieser Stelle eine Selektion durchgeführt wird: Insbesondere für Einsteiger empfehlen sich die übersichtlichen Größen, um zunächst das finanzielle Risiko einzugrenzen.

Mindesteinsatz zur Eröffnung einer Option

Der Mindesteinsatz zur Eröffnung einer Binären Option variiert je nach Anbieter zwischen 1 und 25 Euro.

Einzahlungsmöglichkeiten

Bei einigen Brokern ist eine Einzahlung nur per Banküberweisung möglich. Andere Anbieter von Binären Optionen bieten eine ganze Fülle an Einzahlungsmöglichkeiten an. Versuchen Sie Gebühren möglichst zu vermeiden. Die Einzahlung per Kreditkarte sollte nur vorgenommen werden, wenn ausreichend Geld vorhanden ist, die Rechnung zu begleichen. Einzahlungsmöglichkeiten per Pay Pal oder spezialisierten Anbietern wie Skrill oder Neteller können sehr nützlich sein um Geld schnell vom einen Anbieter zu einem Andern verschieben zu können.

Kostenloses Demokonto

Argumentieren einige Broker, dass sie die Mindesteinsätze so geringhalten, dass auch Anfänger sich ohne ein spezielles Demokonto schnell zurechtfinden können, legen andere großen Wert auf den Service. Das Demokonto ist dem normalen Handelskonto nachempfunden und wird mit Spielgeld aufgefüllt. Hier lassen sich verschiedene binäre Optionen simulieren, um ein Gefühl für die Materie, vor allem aber für die Funktionalitäten auf der jeweiligen Plattform zu erhalten. Für Einsteiger empfiehlt sich dieses Training auf jeden Fall, denn eine Komponente sollte nicht außer Acht gelassen werden: die eigenen Emotionen. Das Trading mit binären Optionen bedeutet immer auch Verluste – und die wollen nüchtern verkraftet werden, um die Risiken für weitere Geschäfte nicht enorm in die Höhe zu treiben.

Auswahl an Handelsarten

Die Klassiker sind die Call- und Put-Optionen, die sich auf den steigenden oder den fallenden Kurs des Basiswertes beziehen. Diese binären Optionen können mit unterschiedlichen Laufzeiten, vom 30- oder 60-Sekundenhandel bis hin zu mehreren Tagen, vereinbart werden. Einige Anbieter bietet weitere Formen von Binären Optionen an. Beispielsweise Touch- oder Range-Optionen, Pair Trading oder Ladder Optionen – auf die wir weiter unten noch detaillierter eingehen.

Instrumente zur Risikominimierung

Binäre Optionen sind spekulative Geschäfte, die ein konsequentes Geld-Management erfordern. Einige Broker bieten interessante Instrumente zur Risikominimierung an. Eine Variante ist „Roll-Over“, also die Möglichkeit, die Laufzeit einer Option zu verlängern, sollte die Kursentwicklung nicht in Ihrem Sinne verlaufen. Das kostet Gebühren, kann aber vor Verlusten schützen. Das Gegenteil eröffnet Early Close, mit einem Early Close kann eine Option vorzeitig geschlossen werden. Der Broker macht ein entsprechendes Angebot, das unter dem maximalen Gewinn liegt. Ein Early Close anerbietet sich, wenn sich Ihre Erwartungen bezüglich Kursentwicklung geändert haben oder Sie lieber auf Nummer sicher gehen wollen und den Gewinn vorzeitig einstreichen möchten. Bedenken Sie dass die Absicherungen nie kostenlos zu haben sind und jeweils eine Gebühr an den Broker fliesst.

Handelsarten von Binären Optionen

Binäre Call und Put Optionen

Ein Händler kann mit einer Call Option von steigenden Kurs des Basiswertes und mit einer Put Option vom fallenden Kurs profitieren. Der Kurs muss bei einer Call Option über dem Strike liegen, damit eine Option gewinnbringen im Geld schliesst. Bei einer Put Option verhält es sich genau umgekehrt, hier muss der Kurs unter dem Strike schliessen, damit die Option nicht wertlos verfällt. Einem Händler von Binären Optionen stehen verschiedene Optionslaufzeiten zur Verfügung. Die unterschiedlichen Laufzeiten eröffnen verschiedene Handelsmöglichkeiten.

Erwartet ein Anleger beispielsweise die Anhebung der US-Dollar Leitzinsen, könnte er eine Put Option auf Gold erwerben. Mit den US-Dollar Leitzinsen steigen auch die Opportunitätskosten von Gold, was das Edelmetall weniger attraktiv macht und den Goldpreis unter Druck bringt.

30- oder 60- Sekundenhandel

Beim 30- und 60- Sekundhandel wird ebenfalls mit Binären Call und Put Optionen gehandelt. Die Laufzeit einer Option ist jedoch ausgesprochen kurz – nämlich wie es der Name schon vermuten lässt lediglich 30 oder 60 Sekunden.  Kurz nach Eröffnung der Option wissen Sie bereits ob ein Gewinn oder Verlust resultiert. Dies führt nicht selten zu einer ganz eigenen Dynamik. Fundamentale Analysen, die sich mit dem Basiswert und seinem Potenzial auf Grund der Rahmenbedingungen befassen, können hier keine Signale liefern, allerdings die technische Analyse der Charts. Die enorme Geschwindigkeit, in der diese Optionen gehandelt werden, mag ein kurzweiliges Vergnügen darstellen, sollte aber mit Vorsicht probiert werden und nur selektive angewendet werden.

Touch Optionen

Bei Touch Optionen handelt es sich im Prinzip um amerikanische Knock-In oder Knok-Out Optionen. Der Broker gibt für einen Basiswert einen bestimmten Kurs vor. Wir dieser während Laufzeit der Option erreichen ist die Option gewonnen und vorzeitig beendet. Bei No-Touch Optionen darf der Basiswert das vorgegebene Kurslevel nie erreichen, sonst verfällt die Option wertlos. Eine weitere Steigerung stellen Double-Touch Optionen dar, bei denen der Broker zwei Kurslevels vorgibt, die der Basiswert jeweils mindestens einmal erreichen muss.

Touch-Optionen gibt es auch in High Yield Varianten: Die Kursziele sind entsprechend weit vom aktuellen Kurs entfernt, sodass sich das Risiko erhöht – dafür können die Gewinnchancen auch auf mehrere hundert Prozent steigen. Touch Optionen werden von Brokern gerne über das Wochenende angeboten. Trader sollten Touch Optionen eingehen, wenn Sie volatilere Märkte erwarten. No-Touch Optionen, wenn sie davon ausgehen, dass sich der Kurs wenig bewegen wird und das vorgegebene Level nicht erreichen werden.

Range Optionen

Bei Range Optionen setzt der Broker zwei Kursmarken, die die Range setzen. Während der Laufzeit der Option darf der Basiswert diese Grenzen durchbrechen, bei Verfall der Option muss der Kurs bei den Inside-Optionen innerhalb der Range und bei Outside-Optionen außerhalb notieren.

Für risikofreudige Trader werden ebenfalls High Yield Varianten angeboten, die mit höheren Risiken und Gewinnchancen aufwarten. Weist ein Basiswert eine Seitwärtsbewegung auf, kann die Inside-Range Option die passende Möglichkeit sein.

Pair Trading

Trader welche sich intensiv mit einzelnen Basiswerten befassen eröffnet das Pair Trading interessante Möglichkeiten. Beim Pair Trading werden zwei Basiswerte gegenübergestellt. Es geht darum vorherzusagen, welche der beiden Basiswerte nach Ablauf der Laufzeit die bessere Rendite aufweist.

Diese Handelsart wird bislang nur von wenigen Brokern angeboten, hier sind fundamentale Kenntnisse zu den einzelnen Basiswerten und eine richtige Entscheidung in Bezug auf die Laufzeit der Optionen erforderlich.

Ladder Optionen

Für Fortgeschrittene könnte Ladder Optionen interessant werden. Ladder Optionen fallen in der Bereich von Optionsstrategien, bei welchen mehrere Optionen gekauft und verkauft werden. Zu Beginn oder während der Laufzeit der Option werden weitere Optionen mit unterschiedlichen Ausübungspreisen mit einbezogen. Im Prinzip wird eine Leiter gebaut. Diese relativ neue Art der binären Optionen wird bislang nur wenig angeboten.

Option Builder

Der Option Builder stellt keine eigentliche Handelsart dar, sondern eher ein Instrument, um seine eigenen binären Optionen zu kreieren. So lassen sich sowohl Risiken als auch Chancen selbst definieren – natürlich immer in Abstimmung mit dem Broker. Erfahrene Trader können so auf schwierige Marktsituationen reagieren und die eigenen Risiken minimieren. Allerdings ist der Aufwand zur Programmierung auch deutlich höher, als dies bei der Handhabung der anderen Handelsarten der Fall ist.

Generelle Einordnung von binäre Optionen als Finanzinstrument

Binäre Optionen sind klar von den gängigen Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien, Zertifikaten oder Anleihen, abzugrenzen. Grundsätzlich zählen die auch als digitale Optionen bezeichneten Finanzinstrumente zur Familie der Derivate. Dabei handelt es sich um Vertragskonstrukte, die sich auf Wertpapiere, Indizes, Rohstoffe oder Währungen als Basiswerte beziehen. Diese müssen jedoch nicht physisch erworben werden, um an deren Marktchancen und Risiken teilzuhaben. Da die bilateralen vertraglichen Regelungen im Prinzip frei gestaltet werden können, eröffnen sich flexible Geschäftsmöglichkeiten, aber eben auch Risiken.

Die Einordnung von Binären Optionen ist je nach Land unterschiedlich. In einigen Ländern, unterliegen Binäre Optionen der Glücksspielbehörde, In anderen unterstehen die Broker der Aufsicht der Finanzbehörde.

Die teilweise Behandlung als Glücksspiel liegt daran, dass der Händler eine Wette auf die künftige Entwicklung eines Basiswertes abschließt. Als Vertragspartner treten spezielle Broker auf. Es gibt keinen direkten Handelspartner an den Märkten. Die Preisstellung sowie der Handel von Binären Optionen erfolgt über den Broker und dessen Plattform.

Fazit Binäre Optionen

Binäre Optionen sind spekulativ, allerdings in ihrer Vielfalt auch interessant und sehr flexibel einsetzbar. Binäre Optionen ermöglichen hohe Gewinne in sehr kurzer Zeit. Die Mehrheit der Trader verliert mit Binären Optionen jedoch Geld.

Sollten Sie sich für Binäre Optionen interessieren, ist es wichtig, dass Sie sich erst über den Broker und dessen Plattform ausreichend informieren. Insbesondere Laien, müssen sich bewusst sein, dass sich ohne Vorkenntnisse über die Finanzmärkte mit Binären Optionen kein Geld verdienen lässt.

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